Streik-Chaos in Italien: Solidarität mit Gaza sorgt für Stillstand
Italiens Straßen und Schienen stehen still: Ein landesweiter Streik, initiiert von der Gewerkschaft USB, führt zu erheblichen Behinderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. In Großstädten wie Rom und Mailand müssen Reisende mehr als eine Stunde Verspätung in Kauf nehmen, und die öffentlichen Verkehrsmittel stehen vielerorts nur eingeschränkt zur Verfügung. Auch Bildungseinrichtungen sind betroffen, in Universitätsstädten wie Turin kommt es zu Blockaden.
Die drohende Eskalation der humanitären Lage im Gazastreifen treibt Zehntausende Menschen auf die Straßen. Propalästinensische Kundgebungen ziehen in verschiedenen Städten zahlreiche Teilnehmer an. Besonders in Rom zeigt sich das Ausmaß des Protests: Mehr als 40.000 Menschen versammeln sich dort, um ihrer Solidarität Ausdruck zu verleihen.
Die Lage ist angespannt, vor allem in Mailand, wo der Versuch einer Demonstrantengruppe, in den Hauptbahnhof einzudringen, zu tumultartigen Szenen führt. Die Polizei greift zu Schlagstöcken und Tränengas, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Während die USB unnachgiebig bleibt und den Streik bis Montagabend fortführen will, halten sich die größeren italienischen Gewerkschaften zurück und beteiligen sich nicht an der Aktion.

