Streik bei Boeing: Neue Herausforderungen für den angeschlagenen Flugzeughersteller
Boeing sieht sich nach einer kurzen Phase der Entspannung erneut mit einem Streik konfrontiert, der dem Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen zusätzlich zu schaffen macht. Rund 3.200 Mitarbeiter der Rüstungssparte traten am Montag in den Streik. Diese Arbeiter sind wesentlich daran beteiligt, Kampfflugzeuge wie die F-15 sowie Raketensysteme in Missouri und Illinois herzustellen. Der Tarifkonflikt eskalierte, nachdem die Gewerkschaft IAM ein Angebot für einen neuen Vierjahresvertrag ablehnte.
Bereits im vergangenen Herbst hatte ein großer Streik die Produktionslinien von Boeing massiv beeinträchtigt. Damals lagen die Fertigung der Flugzeugtypen 737 und 777 für etwa zwei Monate brach, bevor sich die Parteien auf eine Gehaltssteigerung von 38 Prozent über vier Jahre verständigten.
Boeing kämpft seit einiger Zeit mit erheblichen Schwierigkeiten, die sich aus einer Serie von Produktionspannen und finanziellen Fehltritten ergeben. Besonders in der Rüstungssparte haben Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei mehreren wichtigen Projekten das Unternehmen unter Druck gesetzt. Dazu zählt auch die langwierige Umrüstung von zwei Boeing 747-Maschinen zu neuen Präsidentenjets.

