Straßenverkehrsbilanz 2024: Senioren im Fokus und positive Trends
Die deutschen Straßen präsentierten im Jahr 2024 eine gemischte Bilanz: Auch wenn weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren als im Jahr zuvor, bleibt die Zahl der betroffenen Senioren erschreckend hoch. Das Statistische Bundesamt hat nun seine endgültigen Daten zur Unfallstatistik vorgelegt, die sowohl Licht als auch Schatten aufzeigen.
Erfreulich ist der Rückgang der Unfalltoten auf 2.770, ein Minus von 69 im Vergleich zu 2023. Die schwer Verletzten verzeichneten einen historischen Tiefstand von 50.600 Personen. Während die Menge der leichten Verletzungen leicht anstieg, blieb es bei 2,22 Millionen Vorfällen bei bloßen Sachschäden. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen verzeichnen Senioren mit einem Anstieg von 30 Prozent bei den Verunglückten über 65 Jahren eine alarmierende Entwicklung. Rund 1.101 Menschen dieser Altersgruppe starben, darunter viele in Pkw- und Fahrradunfällen.
Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich hingegen bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern. Die Zahl der im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Kinder stagnierte beinahe bei 53, gegenüber 44 im Vorjahr, doch die Summe der verletzten Kinder hielt konstant bei 27.200. Rechnerisch bedeutet dies, dass alle 19 Minuten ein Kind in einen Unfall verwickelt wurde - eine Statistik, die nachdenklich stimmt.
Ein weiterer Lichtblick: Die Anzahl der alkoholbedingten Unfälle sank auf 35.100, was annähernd dem Niveau vor der Pandemie entspricht. Durchschnittlich kommt es alle 15 Minuten zu einer Beeinträchtigung durch Alkohol im Straßenverkehr, ein weiterhin ernstzunehmendes Problem, das dennoch Abnahme zeigt.
Schnelligkeit hingegen bleibt ein tödlicher Faktor auf deutschen Straßen. Bei 30 Prozent der tödlichen Unfälle führte überhöhte Geschwindigkeit zur Katastrophe, gefolgt von Missachtung der Vorfahrt und ungenügendem Sicherheitsabstand. Diese Ursachen sind Mahnmal für jeden Verkehrsteilnehmer, dass Vorsicht und Aufmerksamkeit lebensrettend sein können.

