Steinmeier in Kairo: Eine Reise zwischen Hoffnung und Herausforderung
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Kairo vorsichtige Zuversicht im Hinblick auf die angespannte Lage im Nahen Osten geäußert. In politischen Gesprächen erkannte er Anzeichen der Hoffnung, dass ein jüngst erreichter Waffenstillstand im Gazastreifen den Weg für eine Fortsetzung des Friedensprozesses ebnen könnte. Doch Steinmeier warnte zugleich vor der Unterschätzung der erheblichen Herausforderungen, die noch vor der Region liegen.
Am Rande der Eröffnung des beeindruckenden Grand Egyptian Museum in Kairo traf Steinmeier Libanons Regierungschef Nawaf Salam sowie Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu bilateralen Gesprächen. Er betonte, dass die Weltgemeinschaft jetzt gefragt sei, den fragilen Waffenstillstand in dauerhafte Stabilität zu transformieren, und verwies auf die Bereitschaft der Bundesregierung, beim Wiederaufbau im Gazastreifen Unterstützung zu leisten.
Zudem äußerte sich Steinmeier begeistert über das kulturelle Großprojekt, das die Ägypter mit dem neuen Museum geschaffen haben. Er hob hervor, dass dieses Wunderwerk zweifellos zahlreiche Besucher aus aller Welt anziehen werde.
Ziele seiner Reise sind auch Ghana und Angola. Steinmeier betonte die lange bestehenden Beziehungen Deutschlands zu Ghana, die sich in einer fruchtbaren Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft und Wissenschaft manifestieren. Zu Angola, das jüngst den Vorsitz der Afrikanischen Union übernommen hat, sagte er, das Land stand bisher nicht im Fokus der deutschen Außenpolitik, doch eine Entwicklung zu engeren Beziehungen sei im Gange.
Der Besuch soll das Engagement beider Länder für Stabilität und Frieden in Afrika würdigen und die politische Partnerschaft vertiefen. Begleitet wird Steinmeier von einer Wirtschaftsdelegation. Angesichts der bedeutenden Rohstoffvorkommen in beiden Ländern sieht der Bundespräsident auch wirtschaftliches Potenzial für zukünftige Kooperationen.

