Steigenden Lebensmittelpreisen zum Trotz: Verbrauchereinschränkungen auf dem Vormarsch
Die anhaltend hohen Kosten für Lebensmittel bringen immer mehr Menschen in Bedrängnis. Eine neue Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass sich nun 45 Prozent der Verbraucher aufgrund gestiegener Lebensmittelpreise in ihrem Konsum einschränken müssen – ein Anstieg gegenüber 39 Prozent im Vorjahr. Verbandschefin Ramona Pop äußert hierzu deutliche Kritik und betont, dass gesunde Ernährung nicht vom Geldbeutel abhängig sein dürfe, denn besonders einkommensschwache Haushalte leiden unter den Kosten.
Obwohl die Mehrwertsteuer auf Gastronomiespeisen ab Januar 2026 gesenkt wird, erwartet Pop nicht, dass sich dadurch die finanzielle Lage der Verbraucher merklich entspannt. "Diese Maßnahme wird vor allem Fast-Food-Ketten zugutekommen", so die Einschätzung.
Darüber hinaus offenbart die Umfrage eine grundlegende Skepsis hinsichtlich der persönlichen finanziellen Zukunft im neuen Jahr. Mit 52 Prozent blickt eine Mehrheit der Befragten "eher negativ" auf das kommende Jahr, während sich 47 Prozent "eher positiv" äußern. Das Umfrageinstitut Forsa befragte dafür vom 12. bis 14. November 1.002 Erwachsene.
Pop fordert die Regierung dringend dazu auf, aktiv gegen die steigenden Lebensmittelpreise anzugehen. Sie schlägt die Einrichtung einer Beobachtungsstelle vor, um die Preisentwicklung vom Ursprung bis ins Ladenregal zu überwachen und unfaire Preistreiber zu identifizieren.

