Steigende Nachfrage nach Privatschulen in Deutschland: Ein Einblick
Die Bildungsmisere in Deutschland zeigt sich einmal mehr in den aktuellen Zahlen: Im Schuljahr 2024/25 verzeichnete die Bundesrepublik eine Zunahme privater Bildungseinrichtungen auf ein bemerkenswertes Level von etwa 3.800 Schulen, was rund 12 Prozent der allgemeinbildenden Schulen ausmacht. Über die letzten zehn Jahre hinweg entsprach dies einem Anstieg von etwa sieben Prozent, während die Zahl der öffentlichen Schulen um nahezu vier Prozent auf 29.000 schrumpfte.
Interessanterweise blieb der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Privatschulen weitgehend stabil bei neun Prozent. Diese Beständigkeit lässt sich teilweise darauf zurückführen, dass die Privatschulen im Schnitt kleiner sind. Hinzu kommt, dass Schließungen öffentlicher Schulen oft durch die Vergrößerung der verbleibenden Einrichtungen ausgeglichen werden, so das Statistische Bundesamt.
Besonders in Mecklenburg-Vorpommern erreichten die Privatschulen im vergangenen Schuljahr einen Höchststand von 13 Prozent der Schülerpopulation. Sachsen (12 Prozent) und Bayern (11 Prozent) folgten dicht dahinter. Im Gegensatz dazu verzeichneten Schleswig-Holstein und Niedersachsen jeweils sechs Prozent und Hessen sieben Prozent Privatschüleranteil.
Ein bemerkenswerter Aspekt der Statistik ist, dass ausländische Kinder deutlich seltener Privatschulen besuchen: Während nur vier Prozent von ihnen an einer solchen Schule lernten, lag der Anteil bei den deutschen Schülerinnen und Schülern bei zehn Prozent.
Der finanzielle Aspekt des Privatschulbesuchs bleibt nicht unerwähnt. Im Jahr 2021 beantragten Eltern für rund 599.000 Schülerinnen und Schüler Schulgeld in der Lohn- und Einkommensteuer, mit einem durchschnittlichen Betrag von 2.042 Euro pro Jahr.

