Steigende Flexibilität und Veränderungsbereitschaft in Arbeitsmarkt – Deutsche Arbeitnehmer offen für neue Herausforderungen
In einer aktuellen Umfrage des Jobportals Indeed unter 1.000 Erwerbstätigen in Deutschland zeigt sich, dass die Bereitschaft für einen Jobwechsel wächst. Mit einer verzeichneten Steigerung auf 57,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als diese Quote noch bei 55 Prozent lag, wird deutlich, dass viele Arbeitnehmer bereit sind, neuen beruflichen Herausforderungen entgegenzutreten. Interessanterweise signalisiert ein Drittel dieser Wechselwilligen, noch innerhalb der ersten Jahreshälfte ihren Arbeitsplatz zu wechseln.
Obwohl 70 Prozent der befragten Personen mit ihrer derzeitigen Anstellung zufrieden sind, erwägt fast die Hälfte dieser Gruppe dennoch einen Wechsel. Zu den Hauptmotiven zählen hier bessere Bezahlung, welche 41 Prozent der Befragten angeben, ein Bedürfnis nach mehr Wertschätzung (32 Prozent) und eine größere Perspektive hinsichtlich interner Entwicklungsmöglichkeiten (30 Prozent). Einige der Frustrierten führen unbefriedigende Arbeitsbedingungen und unflexible Arbeitszeitmodelle, sowie eine unzureichende Wertschätzung durch Vorgesetzte als Wechselgrund an.
Dennoch sank im vergangenen Jahr die Anzahl der ausgeschriebenen Stellenanzeigen merklich. "Ein abkühlender Arbeitsmarkt sorgt erfahrungsgemäß für Zurückhaltung bei Jobsuchenden... Dass die Wechselbereitschaft dennoch hoch bleibt und das Vorjahresniveau sogar leicht übertrifft, ist daher bemerkenswert," kommentiert Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed.
Die erhöhten Lebenshaltungskosten verleihen der Thematik zusätzlich Gewicht, da die Gehaltssteigerungen verlockend wirken. Sicherheit am Arbeitsplatz bleibt jedoch ein Schlüsselmotiv, wobei 57 Prozent der Unzufriedenen ihren Job nicht wechseln, um die Jobsicherheit zu bewahren. Ein Drittel hebt zudem hervor, dass sie mit ihrer aktuellen Bezahlung zufrieden sind.
Trotz bestehenden Personalmangels, über den 71 Prozent der Befragten berichten, machen sich 20 Prozent Gedanken über einen möglichen Jobverlust im laufenden Jahr mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Dennoch bleiben die meisten gelassen und befürchten keinen Verlust ihrer Arbeitsstelle.

