Steigende Abschiebezahlen: Ein Blick auf Scholz' Versprechen
Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Abschiebungspolitik werfen Fragen zur Umsetzung politischer Versprechen auf. Im Herbst 2023 forderte Bundeskanzler Olaf Scholz, Abschiebungen „im großen Stil“ durchzuführen. Doch ein aktueller Bericht der „Bild“-Zeitung zeigt, dass die Realität hinter diesem Vorhaben weit komplexer ist, als zunächst erwartet.
Im Jahr 2024 stiegen die Abschiebungen um nahezu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit 18.400 Abschiebungen bis November erreichten sie einen Höchststand seit Beginn der Pandemie, bleiben jedoch hinter den Zahlen vor der Krise zurück. Dass die Versprechen nicht „im großen Stil“ eingelöst wurden, wirft ein Schlaglicht darauf, wie herausfordernd die Umsetzung politischer Ziele sein kann.
Von den etwa 227.000 ausreisepflichtigen Personen in Deutschland sind die meisten geduldet, was die tatsächliche Anzahl der Abschiebbaren auf knapp 45.000 reduziert. Trotz verschärfter Maßnahmen bleibt die Realisierung dieser Zielvorgaben komplex und schwierig. Diese Umstände zeigen auf, wie essenziell eine klare Strategie im Umgang mit sensiblen politischen Themen ist.

