State Street Studie: Die meisten Institutionen werden ihre Krypto-Bestände innerhalb von 3 Jahren verdoppeln

In den nächsten drei Jahren planen die meisten institutionellen Anleger, ihre Allokationen in digitale Vermögenswerte erheblich zu erhöhen, und mehr als 50% erwarten, dass tokenisierte Vermögenswerte bis 2030 zwischen 10% und 24% der Gesamtinvestitionen ausmachen werden, so die State Street Studie „2025 Digital Assets and Emerging Technology“.
Der Bericht, der leitende Führungskräfte von Vermögensverwaltungs- und Eigentümerfirmen befragte, zeigt, dass sich digitale Vermögenswerte zunehmend von experimentellen Beständen zu Mainstream-Komponenten institutioneller Portfolios entwickeln.
Große Änderungen im Portfolio
Derzeit allokiert das durchschnittliche institutionelle Portfolio etwa 7% der Vermögenswerte in digitale Instrumente, darunter Kryptowährungen, digitales Bargeld und tokenisierte Versionen von gelisteten Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren. Innerhalb von drei Jahren sollen die Zielallokationen voraussichtlich 16% erreichen. Digitales Bargeld und tokenisierte öffentliche und private Wertpapiere entwickeln sich zu den häufigsten Expositionsformen, wobei die Befragten durchschnittlich 1% in jeder Kategorie halten.
Vermögensverwalter zeigen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit digitalen Vermögenswerten als Vermögenseigentümer. Verwalter halten doppelt so häufig 2-5% ihrer Portfolios in Bitcoin und sind etwas eher bereit, 5% oder mehr zuzuweisen. Ethereum-Zuweisungen unter Verwaltern übersteigen ebenfalls die der Eigentümer, da dreimal so viele Verwalter mindestens 5% ihrer Vermögenswerte halten.
Zudem berichten 6% der Vermögensverwalter, dass mindestens 5% ihrer Portfolios in kleinere Kryptowährungen, Meme-Coins und NFTs investiert sind, verglichen mit nur 1% der Vermögenseigentümer, was auf frühe Experimente mit neu aufkommenden digitalen Instrumenten hinweist.
Tokenisierungsboom voraus
Die Tokenisierung realer Vermögenswerte hat ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Verwalter berichten von mehr Exposition gegenüber tokenisierten öffentlichen Vermögenswerten (6% versus 1%), privaten Vermögenswerten (5% versus 2%) und digitalem Bargeld (7% versus 2%). Bis 2030 erwarten über die Hälfte der Befragten, dass zwischen 10% und 24% ihrer Gesamtportfolios in tokenisierten oder digitalen Vermögenswerten gehalten werden, ein bedeutender strategischer Schwenk hin zu blockchain-fähigen Instrumenten, obwohl nur wenige erwarten, dass die meisten Investitionen vollständig tokenisiert werden.
Trotz dass Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte den größten Teil der Allokationen ausmachen, treiben Kryptowährungen weiterhin den Großteil der Renditen an. Mehr als ein Viertel der Befragten nannte Bitcoin als den Top-Performer innerhalb ihrer digitalen Bestände, während Ethereum dicht folgte. Tokenisierte öffentliche und private Vermögenswerte tragen derzeit weniger zu den Renditen bei, obwohl ihre Rolle voraussichtlich allmählich zunehmen wird, wenn die Märkte reifen.
Die Studie von State Street zeigt auch eine längerfristige Perspektive auf. Sie fand heraus, dass private Vermögenswerte als die wahrscheinlich ersten großen Nutznießer der breiteren Tokenisierung angesehen werden und die meisten Institutionen erwarten, dass digitale Vermögenswerte innerhalb des nächsten Jahrzehnts ein Mainstream-Bestandteil von Portfolios werden. Die Akzeptanz wächst, aber Institutionen sind vorsichtig und konzentrieren sich auf Strategie, Effizienz und Compliance.

