Stahlbranche im Aufwind: Protektionistische Hoffnungen beflügeln Kurse
Die Aktienkurse der europäischen Stahlunternehmen erlebten einen bemerkenswerten Aufschwung, da Hoffnungen auf protektionistischen Schutz vor Importen die Stimmung beflügelten. Allen voran profitierte ArcelorMittal, dessen Anteilsscheine um mehr als 5 Prozent zulegten und damit ein neues Hoch seit dem Jahr 2022 erreichten. Ebenfalls bemerkenswert war Salzgitter, das mit einem Plus von nahezu 8 Prozent in die Nähe seines Jahreshochs kam. Thyssenkrupp konnte ebenfalls zulegen und näherte sich mit einem Zuwachs von etwa 2 Prozent diesem Meilenstein.
Bloomberg berichtete kürzlich über Pläne innerhalb der Europäischen Union, die darauf abzielen, den Schutz ihrer Stahlindustrie zu verstärken. Politische Entscheidungsträger erwägen offenbar eine drastische Reduzierung der Einfuhrquoten für ausländischen Stahl auf die Hälfte. Zudem sollen für darüber hinausgehende Importe Zölle erhoben werden, die sich an den Schutzmaßnahmen anderer Staaten gegen Stahlimporte aus der EU orientieren. Ein prominentes Beispiel sind die USA, die derzeit einen Zollsatz von 50 Prozent verlangen. Diese Maßnahmen könnten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlbranche erheblich stärken, wie zuletzt bereits im 'Handelsblatt' angedeutet wurde.

