Stagnierende Erlöse und ungewisse Zukunft: Landwirte unter Druck
Die Lage der deutschen Landwirtschaft steht derzeit unter keinem guten Stern. Wie der Deutsche Bauernverband kürzlich mitteilte, erzielten die Agrarbetriebe im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2024/25 im Durchschnitt einen Gewinn von 78.500 Euro. Dies entspricht einem minimalen Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - ein Wert, der mit der steigenden Teuerungsrate nicht mithalten kann.
Bauernpräsident Joachim Rukwied äußerte angesichts dieser Entwicklung seine Besorgnis. Laut Rukwied stagniert die Landwirtschaft, und die erzielten Erlöse sind nicht ausreichend, um die Ressourcen Arbeit, Kapital und Boden adäquat zu vergüten. Hinzu kommen dramatisch gesunkene Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sowie steigende Lohnkosten, die die Betriebe zusätzlich belasten.
Besonders kritisch sieht Rukwied die heftigen Preissenkungen bei Butter, die in manchen Supermärkten und Discountern mittlerweile für 99 Cent pro Päckchen angeboten wird. Eine solch drastische Preisgestaltung sei für ein wertvolles Lebensmittel nicht akzeptabel, so der Bauernpräsident. Er appelliert eindringlich an den Einzelhandel, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen.

