Stärkerer Anstieg der Konsumausgaben belebt US-Wirtschaft
In den Vereinigten Staaten signalisiert ein Anstieg der Konsumausgaben privater Haushalte im Juli ein stabiles Wirtschaftswachstum. Im Vergleich zum vorangegangenen Monat erhöhten sich die Ausgaben um 0,5 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Diese Entwicklung entspricht den Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig wurde der Anstieg im Juni leicht von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben korrigiert, was auf eine positive Korrektur der wirtschaftlichen Dynamik hinweist.
Parallel zu den Konsumausgaben stiegen auch die privaten Einkommen stärker als im Vormonat, nämlich um 0,4 Prozent. Auch dieser Wert entsprach den Prognosen der Experten und unterstreicht die anhaltende Kaufkraft der amerikanischen Verbraucher.
Besonders bemerkenswert bleibt der PCE-Deflator, der weiterhin bei 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verharrt. Dieses Preismaß wird von der US-Notenbank Fed bevorzugt und erfährt daher stärkere Aufmerksamkeit auf den Finanzmärkten. Die Kernrate, die schwankungsanfällige Energie- und Nahrungsmittelpreise herausrechnet, erreichte leicht höhere 2,9 Prozent, ganz im Einklang mit den Erwartungen der Volkswirte.
Die Fed strebt jedoch eine Inflationsrate von zwei Prozent an, während der Druck seitens der Regierung auf die Zentralbank wächst. Präsident Donald Trump hat den Druck jüngst erhöht, indem er die Fed-Gouverneurin Lisa Cook entlassen hat. Cook selbst stellt sich jedoch gegen diese Entscheidung.

