Stablecoins auf dem Vormarsch: Meta führt Krypto-Auszahlungen für Creator in den Philippinen und Kolumbien ein

Meta hat begonnen, Auszahlungen in der Kryptowährung USDC an ausgewählte Creator in den Philippinen und Kolumbien zu ermöglichen. Dies markiert die Rückkehr des Unternehmens zu digitalen Währungen nach einem gescheiterten Versuch vor einigen Jahren.
Meta: Ein neuer Anlauf im Bereich digitaler Zahlungen
Creator, die sich anmelden, können eine externe Krypto-Wallet mit der Auszahlungsplattform von Facebook verknüpfen und Zahlungen direkt über die Solana- oder Polygon-Blockchains erhalten. Der Rollout ist bereits aktiv, jedoch vorerst auf berechtigte Creator in diesen beiden Ländern beschränkt. Polygon bestätigte den Start und kündigte an, dass eine Erweiterung auf über 160 Märkte bald erwartet wird.
„This is how creators' lives are improved,“ erklärte das Blockchain-Netzwerk und verwies auf schnellere Abwicklungszeiten und den Zugang zu dollarbasierten Vermögenswerten als wesentliche Vorteile für Nutzer außerhalb der USA.
USDC, der von Circle ausgegebene Stablecoin, ist nach Marktkapitalisierung der zweitgrößte Stablecoin. Laut Daten von DeFiLlama beträgt seine Marktkapitalisierung über $77 Milliarden. Tethers USDT führt den Markt mit etwas über $189 Milliarden an.
Ein Haken: Meta konvertiert USDC nicht in die lokale Währung. Creator, die Bargeld wünschen, müssen selbst eine externe Börse nutzen. Das Unternehmen behält sich auch das Recht vor, bei technischen Problemen alternative Zahlungsmethoden zu verwenden.
Großer Umfang, vorsichtiger Rollout
Die von dieser Änderung betroffene Creator-Gruppe ist breit gefächert. Metas Plattformen — Facebook und Instagram — beherbergen Influencer, Pädagogen und Entertainer, die durch Inhalte auf den Apps Einnahmen erzielen. Laut Unternehmensdaten erhielten diese Creator im vergangenen Jahr allein von Facebook fast $3 Milliarden.
Stablecoins gewinnen in der Finanzbranche zunehmend an Bedeutung. Berichten zufolge wählen Banken und Finanzinstitute in Europa aktiv Infrastrukturpartner, um die Einführung von Stablecoins zu unterstützen, was darauf hindeutet, dass das Interesse der Unternehmen an dieser Technologie weit über die Kryptowährungskreise hinausgeht.
Der Schatten von Diem
Metas Geschichte mit Stablecoins ist komplex. Das Unternehmen betrat den Markt erstmals 2019 unter dem Namen Libra, der später in Diem umbenannt wurde. Das Projekt stieß auf erheblichen Widerstand von Zentralbanken und Gesetzgebern, die Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität, des Datenschutzes und des Verbraucherschutzes äußerten. Im Januar 2022 gab das Projekt bekannt, dass es nicht fortgeführt werden kann, und verkaufte seine Vermögenswerte an die Silvergate Capital Corporation.
Diesmal baut Meta keinen eigenen Stablecoin. Durch die Nutzung von USDC — einem bereits regulierten und weit akzeptierten digitalen Dollar — umgeht das Unternehmen viele der Hindernisse, die Diem zum Scheitern brachten.

