Stabilus startet schwach ins Geschäftsjahr – Ergebnis bricht ein, Prognose bleibt jedoch bestehen
Umsatz und Gewinn unter Druck
Im ersten Quartal sank der Konzernumsatz um 10,7 Prozent auf 291,1 Millionen Euro. Hauptursachen waren ein schwieriges Marktumfeld im Automobilsektor – insbesondere in China – sowie ungünstige Wechselkursentwicklungen.
Auch die Profitabilität litt spürbar:
- Bereinigtes EBIT: 29,3 Mio. Euro (Vorjahr: 37,8 Mio. Euro)
- Bereinigte EBIT-Marge: 10,1 % (Vorjahr: 11,6 %)
- Konzerngewinn: 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro)
Damit verzeichnete Stabilus sowohl absolut als auch relativ einen deutlichen Margenrückgang.
Automotive-Schwäche als zentraler Belastungsfaktor
Besonders stark wirkte sich die Eintrübung im chinesischen Automobilmarkt aus. Der weltweit wichtigste Absatzmarkt für viele Zulieferer leidet unter Preisdruck, Überkapazitäten und einer schleppenden Nachfrage. Diese Entwicklung traf auch Stabilus, dessen Produkte – etwa Gasfedern, Dämpfer und mechatronische Systeme – in zahlreichen Fahrzeugmodellen verbaut werden.
Vorstandschef Michael Büchsner sprach von einem „weiterhin herausfordernden Marktumfeld“, betonte jedoch zugleich, dass das Unternehmen seine strategische Transformation entschlossen vorantreibe.
Jahresprognose bestätigt
Trotz des schwachen Quartals hält das Management an seiner Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 fest. Erwartet werden weiterhin:
- Umsatz: 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro
- Bereinigte EBIT-Marge: 10 bis 12 Prozent
Damit signalisiert der Vorstand Vertrauen in eine Stabilisierung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf sowie in die Wirkung der eingeleiteten Effizienz- und Strukturprogramme.
Schwacher Start, aber strategischer Kurs bleibt
Der Ergebniseinbruch im Auftaktquartal unterstreicht die Abhängigkeit von der zyklischen Automobilkonjunktur und den Einfluss externer Faktoren wie Währungen und regionaler Marktentwicklungen. Gleichzeitig zeigt die bestätigte Prognose, dass Stabilus den Rückgang als temporär einstuft und auf eine Erholung in den kommenden Quartalen setzt.
Für Investoren bleibt der SDax-Konzern damit ein klassischer Zykliker: kurzfristig unter Druck, langfristig jedoch mit solider Marktposition und klarer Ergebniszielspanne – sofern sich das globale Automotive-Umfeld stabilisiert.


