Stabile Ölpreise angesichts geopolitischer Unwägbarkeiten
Die Ölpreise bleiben weiterhin stabil und zeigen nur geringe Veränderungen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 65,31 US-Dollar, was einem leichten Rückgang um 23 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Damit bewegt sich der Preis am oberen Ende der jüngsten Preisspanne. Auch der Preis der US-Sorte WTI mit Lieferung im Juni zeigt eine moderate Reduzierung um 19 Cent auf 62,50 Dollar.
Marktbeobachter verwiesen auf einen Bericht über die geplanten Maßnahmen der EU bezüglich der Preisobergrenze für russisches Rohöl. Zur Diskussion steht eine Reduzierung der Obergrenze von 60 auf 50 Dollar pro Barrel, was von den G7-Finanzministern andiskutiert werden soll. Ziel dieser Maßnahme ist es, auf die zuletzt gesunkenen Ölpreise zu reagieren. Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank, weist darauf hin, dass bei der aktuellen Preisentwicklung russische Exporteure möglicherweise reguläre Frachtraten und Versicherungen nutzen könnten.
Die Entwicklung der Ölpreise zeigt im bisherigen Jahresverlauf einen Rückgang von über zehn Prozent, beeinflusst durch wirtschaftliche Unsicherheiten. Besonders die Handelsstreitigkeiten, welche durch US-Präsident Donald Trump im April angestoßen wurden, haben den Preis erheblich belastet. Im Mai erreichte der Preis der Sorte Brent mit rund 58 Dollar seinen tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2021.

