Staatsanleihen im Aufwind: Deutsche Anleihen trotzen politischem Gegenwind
Die Kurse von deutschen Staatsanleihen zeigten sich am Dienstag robust, obwohl das politische Erdbeben in den Niederlanden vorübergehend die Richtung des Euro-Bund-Futures beeinträchtigte. Nach einem anfänglichen Rückgang am Vormittag stieg der Euro-Bund-Future gegen Mittag wieder um 0,13 Prozent auf 131,33 Punkte.
Gleichzeitig sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,5 Prozent, ein Zeichen für das zunehmende Vertrauen der Anleger. Im Mai zeigte sich die Inflation in der Eurozone überraschend schwach und fiel unter die kritische Marke von zwei Prozent.
Diese Entwicklung übertraf die Erwartungen vieler Volkswirte und deutet auf eine günstige Preisstabilität hin, die von den Finanzmärkten aufmerksam beobachtet wird. Diese Woche richtet sich der Blick der Ökonomen und Marktteilnehmer erwartungsvoll auf die bevorstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag.
Allgemein wird mit einer Leitzinssenkung gerechnet, um die wirtschaftliche Dynamik in der Region zu unterstützen. Die im Mai veröffentlichten Inflationsdaten untermauern zudem die Prognose, dass im Juli ein weiterer Zinsschritt erfolgen könnte.
Volkswirt Jack Allen-Reynolds von Capital Economics äußerte sich optimistisch über dieses Szenario.

