Square Enix öffnet den God‑Mode: Warum Fantasy 7 Remake jetzt zum Spaziergang wird
In einer Welt, in der Videospiele oft als Prüfung der eigenen Fähigkeiten gelten, wagt Square Enix einen kühnen, fast schon revolutionären Schritt. Das gefeierte, dreiteilige Epos, das die ikonische Geschichte von Final Fantasy 7 neu interpretiert, war von Beginn an ein kolossaler Erfolg für das japanische Traditionshaus. Nun, im Bestreben, dieses Juwel für völlig neue Publikumsschichten zu erschließen, wird eine Funktion eingeführt, die die Grundfesten des Spielprinzips erschüttert. Einige der kommenden Änderungen für das Final Fantasy 7 Remake werden es selbst absolut unerfahrenen Spielenden ermöglichen, das System nach Belieben auszuhebeln und die epische Erzählung ohne jegliche Hürde zu genießen.
Die Geburt der mühelosen Progression
Am 12. September kündigte Square Enix ein brandneues Feature namens „Streamlined Progression“ an, das seinen Einstand in Final Fantasy 7 Remake Intergrade auf der Switch 2, Xbox Series X/S sowie der PC-Version für Xbox feiern wird. Diese optionale Einstellung ist nichts weniger als ein digitaler Gott-Modus: Du nimmst niemals Schaden, deine MP-, Limit- und ATB-Leisten sind stets bis zum Rand gefüllt und deine Angriffe verursachen konstant den maximalen Schaden von 9999 Punkten. Laut der Ankündigung gelten diese Regeln nicht in absolut allen Situationen, was sich vermutlich auf rein narrative Ereignisse bezieht. Ungeachtet dieser geringfügigen Einschränkung bedeutet eine permanente Unverwundbarkeit gepaart mit maximaler Angriffskraft, dass selbst Menschen ohne jede Vorerfahrung mit der Franchise durch die Gegnermassen pflügen können, um die Geschichte in Rekordzeit zu erleben.
Im Fokus: Die ungestörte Geschichte
Hinter dieser radikalen Entscheidung steht eine klare Vision, wie Director Naoki Hamaguchi erläutert. Die „Streamlined Progression“ ist ein Weg, um Spielenden zu ermöglichen, sich voll und ganz auf die tiefgründige Geschichte des Spiels zu konzentrieren, unabhängig von ihrem Können oder ihrer Erfahrung mit Videospielen. Hamaguchi erklärt, dass manche Leute „in der Lage sein wollen, die Kämpfe und die Erkundung ganz beiläufig zu genießen“. Das Entfernen von Schwierigkeitsbarrieren aus diesen Gameplay-Aspekten macht den Titel für sie wesentlich zugänglicher. Während das Final Fantasy 7 Remake aufgrund seiner schieren Masse an Sammelobjekten eines der schwierigsten Rollenspiele für eine 100-prozentige Komplettierung bleibt, dürfte die neue Funktion einem weitaus breiteren Publikum helfen, zumindest die fesselnde Haupthandlung abzuschließen.
Ein Feature für die gesamte Trilogie?
Die Ankündigung konzentriert sich zwar auf Final Fantasy 7 Remake Intergrade, doch die Formulierung legt nahe, dass die „Streamlined Progression“ auch für Rebirth und den kommenden dritten Teil der Saga erscheinen wird. Dies passt zur zeitgleichen Bestätigung, dass die gesamte Trilogie ihren Weg auf Xbox und die Switch 2 finden wird, sodass alle Spielenden von dieser Option Gebrauch machen können. Mit einem internen Zieldatum für die Veröffentlichung von Teil 3 im Hinterkopf, könnten bald weitere Neuigkeiten zum finalen Kapitel auf uns warten. Bis dahin öffnet Square Enix die Tore Midgars weiter als je zuvor und lädt jeden ein, Zeuge dieser unvergesslichen Legende zu werden, ganz ohne Schweiß und Tränen.


