Springer Nature: Währungseffekte drücken Prognose für 2025
Der renommierte Wissenschaftsverlag Springer Nature sieht sich für das Jahr 2025 mit Herausforderungen durch Wechselkurseffekte konfrontiert, die auf die Profitabilität drücken könnten. Trotz dieser Hürde setzt das Management optimistisch auf ein Wiederaufleben des Wachstums. So wird ein Umsatz zwischen 1,885 und 1,935 Milliarden Euro anvisiert, während die bereinigte operative Gewinnmarge mindestens das Niveau von 2024 halten soll. Mittelfristig bleibt der Verlag zuversichtlich hinsichtlich weiterer Stabilisierungen und Verbesserungen.
Enttäuschend war jedoch der Auftritt der Aktie an der Börse: Nach einem Kursrutsch von über 7 Prozent fiel das Papier unter die Marke von 21 Euro. Anfang Oktober waren die Aktien noch mit 22,50 Euro zu ihrem Börsendebüt eingeführt worden, wobei ein erster IPO-Versuch im Jahr 2018 am geringen Interesse gescheitert war. Zwar legte die Aktie bis Ende letzten Jahres zu und erreichte einen Höchststand von 28,30 Euro, seither gingen die Kurse jedoch kontinuierlich zurück. Dies führte am Dienstag zu beschleunigten Verlusten, wobei Analysten von einem enttäuschenden Marktausblick sprachen.
Der für 2025 erwartete Rückgang der Profitabilität kam etwas überraschend, wie der Barclays-Analyst Nick Dempsey anmerkte. JPMorgan-Experte Daniel Kerven verwies auf den ungünstigen Einfluss der Währungsentwicklungen sowie den Zeitpunkt der Investitionen. Die Zahlen für 2024 zeigten sich indes im Rahmen der Erwartungen, so Analyst Roman Reshetnev von Goldman Sachs.
Beim Umsatz sank das Ergebnis leicht auf knapp 1,85 Milliarden Euro, beeinflusst durch Wechselkurseffekte. Dennoch steigerte sich der bereinigte operative Gewinn leicht auf 512 Millionen Euro im Vergleich zu 2023. Während der Umsatz der durchschnittlichen Erwartung der Analysten entsprach, wurde eine Steigerung der Profitabilität erwartet. Den schwankenden Einfluss von Wechselkursen sowie Zu- und Verkäufen bereinigt, verzeichnete Springer Nature ein Umsatzwachstum von 5 Prozent, wobei der Gewinn aus dem Tagesgeschäft sogar um 7 Prozent anstieg.

