Spektakuläre Anti-Mafia-Aktion: Beschlagnahmungen in Millionenhöhe in Italien und Deutschland
In einer beispiellosen internationalen Anti-Mafia-Operation haben Ermittler beeindruckende Erfolge gegen ein umfassendes Betrugsnetzwerk erzielt. Unter der Federführung der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza wurden Werte im Umfang von 140 Millionen Euro beschlagnahmt.
Fünf Geschäftsleute stehen hierbei im Verdacht, eng mit der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta zusammengearbeitet zu haben, um im groß angelegten Stil Steuerhinterziehungen im Ölhandel zu begünstigen. Das ausgeklügelte Betrugssystem, das im Rahmen der Operation 'Andrea Doria' ans Tageslicht kam, wurde von der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Reggio Calabria koordiniert.
Ziel der kriminellen Aktivitäten war es, durch den Einsatz von Scheinfirmen und manipulierten Firmennetzwerken Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuern systematisch zu hinterziehen. Bestandteil des Netzwerkes waren auch gefälschte Absichtserklärungen, die erlaubten, steuerfreie Einkäufe einzuleiten.
Die Ermittler fanden heraus, dass das kriminelle Netzwerk Kontrolle über die gesamte Distributionskette des Öls bis hin zu den Endverteilern hatte, wobei Deckfirmen und lokale Makler verwendet wurden. Die italienische Justiz ließ daraufhin Vermögenswerte, darunter mehr als 80 Immobilien in verschiedenen Regionen Italiens, beschlagnahmen.
Auch 28 Unternehmen, von denen drei in Deutschland ansässig sind, wurden von der Justiz in Beschlag genommen. Das Netzwerk betätigte sich nicht nur im Ölhandel, sondern auch im Transportwesen und Immobilienleasing.
Abgeschlossen wurden die Maßnahmen durch die Sicherstellung von über 80 Fahrzeugen, mehrere hochpreisige Luxusuhren und etwa eine Million Euro in bar.

