SPD zuversichtlich nach gescheitertem Kanzlerwahlgang von Friedrich Merz
Nach dem gescheiterten ersten Wahlgang von Friedrich Merz als Kanzler zeigt sich die SPD-Bundestagsfraktion optimistisch über die Unterstützung ihrer Abgeordneten. Aus Fraktionskreisen wurde der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, dass bei der Abstimmung kein Abgeordneter gefehlt habe.
Nach dem ersten Wahlgang zog sich die Fraktion zu weiteren Beratungen zurück und führte einen Zählappell durch, um das Stimmungsbild gegenüber einem potenziellen Kanzler Merz zu aktualisieren. Lars Klingbeil, Vorsitzender der SPD und designierter Vizekanzler, erklärte indes, er sehe keinerlei Anzeichen für einen mangelnden Rückhalt aus den eigenen Reihen.
"Das Mitgliedervotum von 85 Prozent ist ein klarer Auftrag an die Fraktion, den wir zuverlässig erfüllen werden", so Klingbeils Auskunft zu den Fraktionskreisen. Merz hatte zuvor im Bundestag die erforderliche Mehrheit im ersten Wahlgang verfehlt.
Er erhielt 310 von 621 abgegebenen Stimmen und damit sechs weniger als nötig. Welche Abgeordneten ihm aus den Reihen von CDU/CSU oder SPD die Unterstützung verwehrt hatten, blieb unklar. Gemeinsam verfügen die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD über 328 Sitze im Parlament.

