Sparkassen öffnen Türen für Kryptowährungen: Ein zögerlicher Schritt in Richtung digitale Zukunft
Die deutschen Sparkassen wagen sich nun doch schrittweise in die Welt der Kryptowährungen vor. Über ihre Tochtergesellschaft, die Dekabank, planen sie, ihren Kunden Zugang zu digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin und Ether zu bieten. Trotz dieser Öffnung bleibt die Sparkassen-Finanzgruppe skeptisch und plant, keine aktive Werbung für diese Anlageform zu betreiben.
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat sich dazu entschlossen, Kundinnen und Kunden, die ein fundiertes Interesse an Kryptowährungen haben, einen regulierten Zugang zu dieser Anlageklasse zu gewähren. Dieser Vorstoß der Sparkassen folgt einem Trend in der Finanzbranche, dem die Genossenschaftsbanken bereits gefolgt sind. Sechs Volksbanken haben schon seit Ende 2024 erste Erfahrungen mit der Einführung von Kryptoangeboten gemacht und bauen ihr Angebot weiter aus.
Trotz ihrer Skepsis bietet die Sparkassen-Finanzgruppe interessierten Selbstentscheidern die Möglichkeit, sicher und informiert in Kryptowährungen zu investieren. Während Bitcoin als "digitales Gold" gepriesen wird, weisen Kritiker auf die hohen Risiken und die starken Kursschwankungen hin. Noch 2022 hatte der Sparkassenverband davor gewarnt, solche hochvolatilen Produkte in das Portfolio aufzunehmen.
Im Gegensatz zu den traditionellen Banken haben moderne Fintechs wie N26, Trade Republic und Revolut längst Kryptowährungen in ihr Angebot aufgenommen. Die Debatte über den Status von Kryptowährungen als "digitales Gold" oder "hoch spekulative Anlage" bleibt aktuell, während der Markt durch Regulierungsunsicherheiten und hohe Energieverbräuche geprägt ist.

