Spannungen zwischen Moskau und Berlin erreichen neuen Höhepunkt
Russland hat seine Kritik an der kürzlich von Bundeskanzler Friedrich Merz geäußerten Freigabe der Reichweite westlicher Waffen im Ukraine-Konflikt bekräftigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte gegenüber russischen Nachrichtenagenturen, dass eine solche Maßnahme als bedeutende Eskalation angesehen werde, die den aktuellen Bemühungen um eine friedliche Lösung fundamental entgegenstehe.
Die Äußerungen von Merz seien aus Sicht Moskaus jedoch äußerst vage. Bereits zu Wochenbeginn hatte der Kreml die Ankündigung als beunruhigend eingestuft.
Peskow kommentierte, dass Merz sich in einer verzwickten Lage befinde, da er zunächst behauptet habe, die Entscheidung sei bereits gefallen, dies jedoch später durch ein Kabinettsmitglied dementiert wurde. Merz behauptete anschließend, die Entscheidung sei bereits vor Monaten getroffen worden.
Peskow kritisierte weiter, dass Europa nicht zur Lösung des Konflikts beitrage und deutete zugleich an, dass die USA ebenfalls in die Entscheidung zur Aufhebung der Waffenreichweitenbeschränkung eingebunden sein müssten. Kanzler Merz verteidigte indes seine Position gegen kritische Stimmen aus der SPD, indem er betonte, die Ukraine habe das rechtmäßige Recht, die ihnen bereitgestellten Waffen auch auf russischem Boden einzusetzen.
Dies sei, laut Merz, notwendig, um angemessen auf den Konflikt zu reagieren.

