Spannungen im Nahen Osten: Israel zielt auf Hamas-Führung in Katar
Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass sie die Führungsspitze der Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha ins Visier genommen habe. Diese Aktion richtet sich gegen Mitglieder, die laut israelischem Militär für das tödliche Attentat vom 7. Oktober verantwortlich seien. Nach Berichten von Al-Arabija könnte Chalil al-Haja, ein führendes Mitglied der Hamas im Ausland, bei dem Angriff ums Leben gekommen sein, jedoch fehlen bisher offizielle Bestätigungen.
Chalil al-Haja galt als zentraler Akteur bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe mit Israel. Neben ihm leben weitere hochrangige Hamas-Funktionäre vor allem in Katar oder der Türkei. Vertreter aus Hamas-Kreisen bestätigten gegenüber Al-Dschasira die gezielte Attacke auf das Verhandlungsteam.
Katar, das gemeinsam mit Ägypten und den USA im Gaza-Konflikt vermittelt, verurteilte den Angriff scharf. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, stellte diesen als ernsthafte Gefährdung der Zivilbevölkerung dar. Dabei hob er den Verstoß gegen internationale Normen hervor.
Die Aktion Israels erfolgt im Kontext anhaltender Forderungen, das Hamas-Büro in Katar nach dem Angriff auf Israel am 7. Oktober zu schließen. Parallel drohten Israels Militärführer mit weiteren Angriffen auf im Ausland lebende Hamas-Funktionäre. Die Spannungen bleiben hoch, während die Friedensverhandlungen ins Stocken geraten.
Israels Verteidigungsminister sowie US-Präsident Donald Trump sprachen zuletzt deutliche Warnungen aus. Trotz der Drohgebärden zeigt sich die Hamas gesprächsbereit und wünscht sich Fortschritte bei diplomatischen Lösungen.

