Spannungen im Nahen Osten belasten europäische Airline-Aktien
Der jüngste Abschwung der Tui-Aktien sowie jener europäischer Fluggesellschaften sorgt für Aufsehen an den Börsen. Am Donnerstag verzeichneten die Papiere von Tui einen markanten Rückgang um fünf Prozent, der sie auf ihre 50-Tage-Linie sinken ließ. Grund zur Besorgnis geben geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die den Markt in Unruhe versetzen.
Berichte aus den USA lassen aufhorchen: Aus Sicherheitsbedenken reduziert Washington sein Botschaftspersonal im Irak erheblich. Offiziell fehlt eine Bestätigung, doch Medien spekulieren über die Gefahr eines israelischen Militärschlags gegen den Iran. Eine solche Eskalation könnte Teheran zu Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Interessen in der Region veranlassen und somit das geopolitische Gleichgewicht empfindlich stören.
Diese Anspannung wirkte sich bereits vorher auf die Energiemärkte aus, sodass die Ölpreise einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Die damit verbundenen höheren Treibstoffkosten drängen die profitgetriebenen Kalkulationen der Airlines stark in den Vordergrund. Hinzu kommt der Druck schwächelnder US-Airlines, die an der Wall Street unter sinkenden Ticketpreisen leiden – ein weiterer Einflussfaktor, der die Branche belastet.

