Sonderzölle auf Geringwertige Waren aus China: Amerikanische Verbraucher Spüren die Folgen
Die amerikanischen Verbraucher werden erneut mit den Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump eingeführten Sonderzölle konfrontiert. Seit Kurzem gilt auch für Waren aus China mit einem Wert von unter 800 Dollar die volle Zollpflicht, welche zuvor durch die sogenannte "De-minimis"-Ausnahme von Zöllen befreit waren. Dieses Reglement ermöglichte es chinesischen Online-Giganten wie Temu und Shein bislang, ihre Produkte zollfrei in die USA zu liefern.
Mit der Streichung dieser Ausnahme erhöhen sich die Importkosten für zahlreiche Konsumgüter erheblich. Das "Wall Street Journal" berichtet bereits von Preissteigerungen auf den Webseiten von Shein und Temu, die zwischen 40 und 100 Prozent liegen. Auch Verbraucher bemerken die Änderungen: Eine Kundin aus Washington berichtete der "New York Times" von einer zusätzlichen Einfuhrgebühr, die ihren Einkauf signifikant verteuerte.
Die Dimension der davon betroffenen Importe ist beträchtlich. In nur einem Jahr wurden 1,36 Milliarden solcher Pakete ohne Zollabgaben in die USA eingeführt. Diese Waren unterlagen nicht den typischen Einfuhrformalitäten, was nun der Vergangenheit angehört. Die neuen Regelungen stellen sowohl eine Herausforderung für die Verbraucher als auch für die derzeit erfolgreichen Geschäftsmodelle der chinesischen Händler dar.

