Sonderermittler verteidigt sich im US-Kongress: Ein politisches Tauziehen um Trump
In einer aufsehenerregenden Anhörung vor dem US-Kongress stellte sich der frühere Sonderermittler Jack Smith den Vorwürfen der politisch motivierten Strafverfolgung gegen den Republikaner Donald Trump. Smith spiegelte die Standhaftigkeit seiner Entscheidungen wider und versicherte, dass seine Arbeit im Einklang mit den Gesetzen gestanden habe. Für Smith, dessen Amtszeit von 2022 bis 2025 reichte, war es die letzte bedeutende Gelegenheit, die stark diskutierte Arbeit seines Teams öffentlich zu erläutern.
Nach Trumps Wahl zum Präsidenten im Jahr 2024 wurden die von Smith initiierten Verfahren aufgrund des Verbots der Strafverfolgung gegen amtierende Präsidenten eingestellt. Er hatte zwei wesentliche Ermittlungen gegen Trump geführt: einerseits wegen der Aktivitäten rund um den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 und andererseits wegen Trumps Umgang mit geheimen Regierungsdokumenten.
Während der Anhörung herausgestellt, warnte Smith eindringlich vor den negativen Auswirkungen, wenn mächtige Persönlichkeiten ohne rechtliche Folgen agieren könnten. Die "überwältigenden Beweise" für eine Verurteilung Trumps zeichnen ein ernstes Bild, so Smith. Er konterte auch den Vorwurf, auf Geheiß der Regierung des damaligen Präsidenten Joe Biden gehandelt zu haben.
In der Nachwirkung der Anhörung zeigte sich Trump kämpferisch. Auf Truth Social, seiner persönlichen Plattform, griff er Smith scharf an und forderte Ermittlungen gegen den früheren Sonderermittler. Trump beschuldigte Smith des Meineids und bezeichnete ihn als "geistesgestört".
Smith hat eingeräumt, dass seine Aussagen persönliche Risiken mit sich bringen könnten und erwarte weiterhin Druck von oberster Stelle. Trotzdem bleibe er unbeeindruckt und fest entschlossen, sich nicht einschüchtern zu lassen.

