Solana bereitet sich auf das Quantenzeitalter vor: Stiftung präsentiert schrittweisen Übergangsplan

Die Solana Foundation hat auf wachsende Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der Quantencomputing-Technologie auf die Sicherheit von Blockchains reagiert. In einem am Montag veröffentlichten Blogbeitrag skizzierte die Organisation die nächsten Schritte und beschrieb einen klaren Fahrplan, dem das Netzwerk folgen könnte, sollte die Bedrohung mehr als nur theoretisch werden.
Der Post-Quantum-Signaturplan von Solana
Obwohl das Risiko derzeit noch als fern angesehen wird, argumentiert die Solana Foundation, dass Netzwerke das Thema frühzeitig untersuchen und sich vorbereiten sollten, anstatt in einer Krise überstürzte Entscheidungen treffen zu müssen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung von Solana umfasst die Arbeit von Anza und Firedancer, zwei Entwickler von Validator-Clients, die zusammen einen erheblichen Anteil am Netzwerk ausmachen.
Beide Teams haben angeblich eng an Migrationspfaden für die Zeit nach dem Quantenzeitalter gearbeitet und sind unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen, dass Solana ein digitales Signaturschema benötigt, das kompakte Signaturen verwendet und für Blockchain-Umgebungen mit hohem Durchsatz geeignet ist.
Diese gemeinsame Richtung führte beide Teams zu einem post-quanten Signaturansatz namens Falcon. Solana erklärte, dass die Forschung beider Gruppen zu ersten Implementierungen geführt hat. Wichtig ist, dass derzeit keine sofortige Änderung des Netzwerks erforderlich ist und dies wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht nötig sein wird.
Die Stiftung betonte jedoch, dass das Solana-Ökosystem nun einen gründlich erforschten Plan hat, der aktiviert werden könnte, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, und so gestaltet ist, dass der Übergang handhabbar wäre.
Der Blogbeitrag behauptete auch, dass die Migration schnell erfolgen könnte und die Netzwerkleistung während des Wechsels voraussichtlich keinen nennenswerten Einbruch erleiden würde.
Vom Winternitz Vault zu neuen Wallets
Über die Arbeit der Validator-Clients hinaus hat die Stiftung erklärt, dass das breitere Solana-Ökosystem bereits im Bereich der Post-Quantum-Technologie proaktiv war. Sie verwies auf den „Solana Winternitz Vault“ von Blueshift, der als direkter Weg zur Quantenresistenz beschrieben wurde und seit mehr als zwei Jahren besteht.
Der Beitrag legte dann einen Fahrplan dar, wie Solana mit der Quantenbereitschaft umgehen will, während sich die Diskussion weiterentwickelt. Der erste Schritt besteht darin, weiterhin Quantenbedrohungen zu erforschen und Falcon sowie potenzielle Alternativen zu evaluieren.
Solanas nächster Schritt, falls Quanten zu einer glaubwürdigen Bedrohung werden, wäre die Einführung eines post-quanten Schemas für neue Wallets. Von dort aus würde das Ökosystem bestehende Wallets auf den ausgewählten post-quanten Ansatz migrieren.
Abschließend erklärte der Blogbeitrag der Solana Foundation, dass sie weiterhin Updates teilen wird, während die Arbeit voranschreitet, und beschrieb die Quantenbereitschaft als eine fortlaufende Anstrengung und nicht als ein einmaliges Projekt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde der native Token der Blockchain, SOL, bei $84,42 gehandelt. Dies entsprach Verlusten von 2 % und 1,5 % in den Zeiträumen von 24 Stunden bzw. sieben Tagen.

