SoftBank meldet Gewinnsprung – OpenAI-Beteiligung wird zum Jackpot
SoftBank teilte am Dienstag mit, dass sich der Nettogewinn auf umgerechnet 16,6 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt hat. Fast der gesamte Überschuss stammt aus Bewertungsgewinnen auf die OpenAI-Beteiligung. Das zeigt, wie stark der Konzern inzwischen vom Boom rund um KI-Start-ups abhängig ist.
SoftBank war im Frühjahr in eine große Finanzierungsrunde von OpenAI eingestiegen. Damals lag die Bewertung bei rund 300 Milliarden Dollar. Nur wenige Monate später erhöhte SoftBank noch einmal – diesmal zu einer Bewertung von bereits 500 Milliarden Dollar. Der rapide Anstieg zeigt, wie aggressiv Investoren aktuell in das KI-Ökosystem drängen, und macht SoftBanks Engagement zu einer der wertvollsten Beteiligungen im Portfolio.
Doch der Konzern sortiert gleichzeitig konsequent aus: SoftBank verkaufte alle verbliebenen Anteile am Chipkonzern Nvidia für 5,83 Milliarden Dollar. Nvidia ist in den vergangenen Jahren zum wertvollsten KI-Infrastrukturunternehmen der Welt aufgestiegen und hat zuletzt die Marke von fünf Billionen Dollar Börsenwert durchbrochen. Parallel veräußerte SoftBank einen Großteil seiner T-Mobile-Beteiligung – Erlös: 9,17 Milliarden Dollar.
Der Strategiewechsel dahinter ist klar erkennbar: SoftBank schichtet Kapital aus reifen Highflyern um und konzentriert sich stärker auf Beteiligungen, die früh und hoch bewertet in die nächste KI-Generation wachsen sollen. OpenAI wird dabei zur zentralen Wette.
Für Anleger ist die Botschaft eindeutig: SoftBank sieht die Zukunft nicht im Betreiben von Telekommunikations- oder Halbleiterbeteiligungen, sondern in dominanten KI-Plattformen. Ob sich diese aggressive Strategie langfristig auszahlt, hängt von der tatsächlichen Monetarisierung der KI-Revolution ab – aktuell jedoch liefert sie Rekordgewinne.


