Siemens Healthineers erwägt Verkauf seiner Diagnostiksparte: Anleger zeigen Interesse
Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers prüft einem Bericht von informierten Kreisen zufolge einen Verkauf seines Diagnostikgeschäfts. Die Entscheidung könnte Teil einer strategischen Neuausrichtung sein. Sondierungsgespräche mit führenden Private-Equity-Firmen haben bereits stattgefunden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zu den potenziellen Käufern zählen namhafte Investoren wie Blackstone, CVC, KKR und Montagu. Weder die beteiligten Unternehmen noch Siemens Healthineers wollten die Informationen kommentieren.
Unter Anlegern löste allein die Möglichkeit dieser Veräußerung positive Resonanz aus: Die Aktien von Siemens Healthineers verzeichneten zuletzt einen Anstieg von 1,8 Prozent. Bereits seit über zwei Jahren steht das Diagnostikgeschäft des Unternehmens, das unter anderem Blut- und Gewebeproben testet, auf dem Prüfstand. Der Bereich hat angeblich einen geschätzten Wert von mehr als sechs Milliarden Euro. Die Bildgebungs- und die Varian-Sparte, letztere spezialisiert auf Krebsbehandlungstechnologie, sind von einem möglichen Verkauf jedoch nicht betroffen.
Im November plant Siemens Healthineers, seinen strategischen Kurs am Kapitalmarkt-Tag näher vorzustellen. Diese Veranstaltung könnte weitere Einblicke in die Ausrichtung und Entscheidungsprozesse des Unternehmens liefern.

