Siemens Energy sondiert Verkauf seiner Windturbinensparte in Indien
Im Bestreben, seine Geschäftsstruktur zu optimieren, erwägt Siemens Energy den Verkauf seiner indischen Windturbinensparte, die zur Tochtergesellschaft Siemens Gamesa Renewable Energy gehört, wie die indische Wirtschaftszeitung Mint beruft. Die Wertermittlung des betreffenden Unternehmenssegments beläuft sich auf rund eine Milliarde US-Dollar. Ein Sprecher von Siemens Energy kommentierte die potentielle Transaktion, die einen Jahresumsatz von etwa 700 Millionen US-Dollar repräsentiert, nicht näher.
Den Gerüchten zufolge hat das führende indische Unternehmen im Bereich alternativer Energien, Adani Renewable Energy, gute Aussichten, den Zuschlag für die Akquisition zu erhalten. Ebenso bekunden der Branchenkollege Masdar aus Abu Dhabi und namhafte Investoren wie TPG Rise, Brookfield Energy Transition Funds und Macquarie ihr Interesse. Barclays, die britische Bank, die angeblich mit dem Verkaufsprozess betraut ist, sowie die potentiellen Interessenten haben auf Anfragen bezüglich des Vorgangs bisher nicht reagiert.
Im Kontext der Gesamtentwicklung von Siemens Energy stellt dieser mögliche Verkauf einen wichtigen Schritt dar. Nachdem das Unternehmen ein erfreulicheres zweites Geschäftsquartal als erwartet verzeichnete und die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr nach oben korrigieren konnte, steht die Verlustbranche Siemens Gamesa Renewable Energy im Fokus umfassender Restrukturierungsmaßnahmen. Ein Sanierungsplan wurde präsentiert, der Veränderungen in der Kapazitätsauslastung und einen Stellenabbau in der Landturbinensparte einschließt, um das Unternehmen wieder in die Profitabilität zu führen – ein Prozess, der jedoch Jahre in Anspruch nehmen dürfte. (eulerpool-AFX)

