Sicherheitswechsel: Selenskyj setzt auf Budanow im Präsidialamt
In Kiew vollzieht sich ein bedeutsamer Personalwechsel im Machtgefüge der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zum neuen Leiter des Präsidialamts ernannt. Diese Entscheidung folgt auf den Rücktritt von Andrij Jermak, der nach intensiven Ermittlungen der Antikorruptionsbehörden im November seinen Posten räumte. Auf einer Sitzung, über die Selenskyj in sozialen Medien informierte, bot er Budanow die verantwortungsvolle Position an.
Budanow, der bisher als Leiter des Militärgeheimdienstes HUR tätig war, wurde aufgrund seiner Erfahrung in Sicherheitsfragen und seiner Fähigkeit, konkrete Ergebnisse zu erzielen, ausgewählt. Selenskyj betonte, dass die Ukraine in der momentanen geopolitischen Lage stärkeren Fokus auf Verteidigungs- und Sicherheitsbelange sowie diplomatische Verhandlungen legen müsse.
Diese Prioritäten sollen nun unter der Führung Budanows im Präsidialamt vorangetrieben werden. Während das Land nun bereits fast vier Jahre einem russischen Angriffskrieg trotzt, wird es zusätzlich von einem umfassenden Schmiergeldskandal erschüttert, der die Staatsführung in Bedrängnis bringt.
Auch der zurückgetretene Jermak geriet durch die Ermittlungen ins Fadenkreuz. Jermak, der als langjähriger Vertrauter des Präsidenten gegolten und die Ukraine in Verhandlungen mit den USA vertreten hatte, sah sich gezwungen, die Konsequenzen zu ziehen.

