Sicherheitslage in Katar: US-Botschaft rät zu Vorsicht bei Fahrten zum Militärstützpunkt Al-Udeid
Inmitten wachsender Spannungen im Nahen Osten hat die US-Botschaft in Katar eine Warnung an amerikanische Staatsbürger und ihre Mitarbeiter ausgesprochen, unnötige Besuche des Militärstützpunkts Al-Udeid zu vermeiden. Der Stützpunkt, der als der größte seiner Art in der Region gilt, könnte bei einem potenziellen Konflikt mit dem Iran eine zentrale Rolle einnehmen. Nach Angaben der Botschaft bleibt die personelle Ausstattung der diplomatischen Vertretung unverändert, und konsularische Dienste werden weiterhin bereitgestellt. Die angespannten Verhältnisse resultieren aus anhaltenden Unruhen im Iran, die durch heftige Massenproteste und deren brutale Unterdrückung ausgelöst wurden. Die Sorge über mögliche militärische Angriffe durch die USA oder Israel wächst stetig. Bereits im vergangenen Jahr kam es nach israelischen und amerikanischen Attacken auf das iranische Atomprogramm zu einer Vergeltungsmaßnahme durch den Iran, der auch Al-Udeid attackierte. Der Stützpunkt beherbergt in der Regel etwa 10.000 US-Soldaten und Zivilpersonal und fungiert zudem als regionale Kommandozentrale des US-Militärs. Des Weiteren hat die US-Botschaft in Kuwait ihre Mitarbeiter und Stationierte aufgefordert, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Vorübergehend ist es nicht dringend benötigten Mitarbeitern untersagt, vier Militärbasen im Land zu betreten.

