Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit: Eindringlicher Appell gegen Handelszwänge und geopolitische Spannungen
Der jüngste Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Tianjin hat klare Impulse ausgesandt, um die globale Handelsordnung zu wahren und geopolitische Spannungen abzubauen. Ihre Mitglieder äußerten sich entschlossen gegen jegliche Form von Handelszwängen und verurteilten insbesondere die Angriffe auf ihre Mitgliedsstaaten.
Einseitige Zwangsmaßnahmen, darunter auch wirtschaftliche Sanktionen, stießen auf breite Ablehnung, während führende Mitglieder wie Indien und China weiterhin mit der Regierung der USA über Zollvereinbarungen verhandelten. Besonders betroffen von den verhärteten Fronten ist Indien, das aufgrund seiner Erdölbeziehungen mit Russland nun weit höhere Importzölle in Höhe von 50 Prozent seitens der USA hinnehmen muss.
Während Indien die Konsequenzen spürt, befindet sich China noch in Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten, nachdem der hitzige Zollkonflikt im Mai zunächst pausiert wurde. Der in der Ukraine tobende Konflikt blieb in der abschließenden Erklärung unerwähnt, jedoch riefen die SOZ-Mitglieder zur Solidarität auf, indem sie die jüngsten Anschläge in der umstrittenen Region Kaschmir aufs Schärfste kritisierten.
Im Zuge dieser Spannungen kam es im Mai zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan, die auch den diplomatischen Diskurs innerhalb der Organisation belasteten. Ferner übte die SOZ starke Kritik an den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran, insbesondere angesichts der Angriffe auf zivile und nukleare Energieinfrastrukturen, die einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen. Die SOZ, die vor 24 Jahren mit dem primären Ziel gegründet wurde, den Terrorismus zu bekämpfen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, vereinte beim jüngsten Gipfel die Staats- und Regierungschefs ihrer zehn Mitgliedsstaaten, um diesen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen.

