Selenskyjs Appell an Berlin: Mehr Flugabwehr für die Ukraine
In einer Zeit, in der die Sicherheit Europas auf dem Spiel steht, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland um zusätzliche Lieferungen der hochmodernen Iris-T-Flugabwehrsysteme gebeten. Diese Anfrage stellte er im Rahmen eines Treffens mit dem deutschen Bundesaußenminister Johann Wadephul in Kiew. Selenskyj unterstrich die Bedeutung dieser Systeme bei der Abwehr schwerer russischer Drohnen- und Raketenangriffe, die in letzter Zeit zugenommen haben.
Bereits zu Beginn seines Kiew-Besuchs ließ sich Wadephul zusammen mit einem Vertreter aus der Ukraine eine Iris-T-Flugabwehrstellung zeigen. Laut Auskünften des Auswärtigen Amtes spielt diese Technologie eine zentrale Rolle beim Schutz des Luftraums über der ukrainischen Hauptstadt. Deutschland hat bereits sechs solcher Systeme an die Ukraine geliefert und plant, diesen Bestand mit zehn weiteren zu erhöhen.
Der Schwerpunkt des Treffens lag jedoch nicht nur auf der unmittelbaren militärischen Unterstützung. Vielmehr stand eine Erweiterung der Rüstungszusammenarbeit im Fokus. Wadephul reiste in Begleitung von Vertretern deutscher Rüstungsfirmen an, wo am Rande Gespräche mit ukrainischen Unternehmensvertretern stattfanden. Selenskyj zeigte großes Interesse an einer Verbreitung dieser Kooperation. Wadephul sah darin beiderseitige Vorteile und sprach von einer „Win-win-Situation“ mit Potenzial für bis zu 20 neue Partnerschaften in den kommenden Tagen. Die Zusammenarbeit stärke nicht nur die Sicherheit, sondern auch die wirtschaftlichen Verbindungen beider Länder.
Der CDU-Politiker betonte die symbiotische Beziehung zwischen deutschen und ukrainischen Firmen, die längst Wirklichkeit geworden sei. „Unsere Sicherheit ist untrennbar miteinander verbunden, und das wirtschaftliche Wachstum, das daraus resultiert, zeigt die wechselseitigen Vorteile dieser Partnerschaften“, erläuterte Wadephul weiter.

