Söder warnt vor steigenden Krankenkassenbeiträgen und setzt auf Digitalisierung
Markus Söder, der Vorsitzende der CSU, äußert sich besorgt über eine mögliche Erhöhung der Krankenkassenbeiträge. Aus Sicht der CSU sollte eine Anhebung, falls irgendwie vermeidbar, unterbleiben, so Söder nach einer Vorstandssitzung in München. Er betonte, dass Lohnnebenkosten, Bürokratie und Energiepreise bereits erhebliche Belastungen, insbesondere für den Mittelstand, darstellen. Um diesem Dilemma zu begegnen, schlägt Söder vor, das Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitssystem besser zu nutzen. Andere Länder würden bereits Erfolge erzielen, indem sie höhere Effizienz und bessere Ergebnisse bei vergleichsweise geringeren Ausgaben verzeichnen, argumentiert der CSU-Chef.
Im Gegensatz dazu hat Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, am Sonntag in der ARD prognostiziert, dass die Beiträge im darauffolgenden Jahr steigen werden. Baas erklärte im 'Bericht aus Berlin', dass eine Erhöhung der Beitragssätze unausweichlich sei. Damit reagiert er auf das Scheitern des Sparpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken, das der Bundesrat zur weiteren Verhandlung in den Vermittlungsausschuss verwies. Die Ministerin war mit einem Sparplan, der primär Ausgabenkürzungen in Kliniken vorsah und ein Volumen von zwei Milliarden Euro hatte, nicht durchgekommen. Baas warnt zudem, dass die Notwendigkeit zur Auffüllung der Kassenrücklagen übersehen wurde, was eine weitere Verschärfung der Situation im darauffolgenden Jahr unvermeidlich mache.

