Scout24 übertrifft erneut Erwartungen
Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 hat im dritten Quartal durch eine bemerkenswert hohe Kundennachfrage erneut die Erwartungen übertroffen und eine optimistischere Prognose für das laufende Geschäftsjahr herausgegeben. Nach einer bereits im August erfolgten Prognoseanhebung erwartet das im DAX notierte Unternehmen nun ein Umsatzwachstum zwischen 14 und 15 Prozent. Diese Nachricht wurde an den Finanzmärkten wohlwollend aufgenommen.
Auch bei der operativen Marge, gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus regulärer Geschäftstätigkeit, rechnet das Management mit einem Anstieg am oberen Ende der gesetzten Ziele um bis zu 0,70 Prozentpunkte. Branchenanalysten hatten bereits mit einem Umsatzplus von durchschnittlich 14,7 Prozent und einem Anstieg der operativen Marge von 61,5 auf 62,2 Prozent gerechnet, sodass die Bestätigung der Prognosen nicht überraschend kam. Die Scout24-Aktie verzeichnete zuletzt einen Anstieg von rund 0,6 Prozent und konnte sich somit etwas von ihrem Sechsmonatstief erholen, mit einem Kursgewinn von über 16 Prozent seit Jahresbeginn.
Giles Thorne von Jefferies lobte die solide Leistung von Scout24 im abgelaufenen Quartal, ebenso wie RBC-Analystin Wassachon Udomsilpa, die das Umsatzwachstum als leicht über den Erwartungen liegend und die Prognoseänderung als erwartbar einstufte. Scout24 profitierte im dritten Quartal mit seinen Marken wie ImmoScout24, Vermietet.de, Flowfact und Baufiteam von einer starken Nachfrage nach Abonnementdiensten sowohl im professionellen als auch im privaten Segment. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse um 15 Prozent auf 166 Millionen Euro, bei einem organischen Wachstum von 11,1 Prozent.
Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda wuchs um 15 Prozent auf 104 Millionen Euro. Die operative Marge blieb dabei mit 62,9 Prozent stabil. Nach Steuern konnte Scout24 seinen Gewinn aufgrund eines einmaligen Effekts aus der Neubewertung latenter Steuern auf über 100 Millionen Euro verdoppeln. Ohne diesen Sondereffekt erhöhte sich der bereinigte Gewinn um knapp 18 Prozent auf 65 Millionen Euro.

