Schwere russische Angriffe im Norden der Ukraine - Verteidigungskräfte in großer Gefahr
Die militärische Lage in der Ukraine verschärft sich weiter. Insbesondere im Norden des Landes sowie rund um die Stadt Bachmut sind ukrainische Verteidigungskräfte nach Angaben der Militärführung in Kiew schweren Angriffen ausgesetzt. Artilleriefeuer, Minenwerfer, Kampfdrohnen und Sturmhandlungen prägen das Bild, wie der Oberkommandierende der ukrainischen Heerestruppen, Olexander Syrskyj, auf seinem Telegram-Kanal mitteilte. Gemeinsam mit den Brigadekommandeuren vor Ort koordiniert er die weitere Verteidigung.
Die Lage im Nordosten der Ukraine ist seit Monaten äußerst angespannt. Russland konnte in den vergangenen Wochen bereits kleinere Geländegewinne verzeichnen, und nun scheinen sich die Angriffe weiter zu intensivieren. Auch der abendliche Lagebericht des Generalstabs erwähnt die Ortschaft Bachmut und den Frontabschnitt im Gebiet Charkiw. In der Nähe von Kupjansk gelang es der ukrainischen Armee, vier russische Angriffe abzuwehren. Der Feind versuche dort, die Verteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte zu durchbrechen. In der völlig zerstörten Stadt Bachmut wurden zudem sieben Attacken abgewehrt.
Besonderes Augenmerk der russischen Angriffsbemühungen liegt allerdings weiterhin auf Awdijiwka und der ebenfalls in Ruinen liegenden Kleinstadt Marjinka im Gebiet Donezk, die vor Wochen von Russland als eingenommen erklärt worden war. Beide Städte befinden sich südlich von Donezk und grenzen unmittelbar an die von russischen Kräften kontrollierte Gebietshauptstadt Donezk.
Die Situation in der Ukraine bleibt äußerst besorgniserregend. Die Angriffe nehmen an Intensität zu und die Verteidigungskräfte der Ukraine befinden sich in einer gefährlichen Lage. Es bleibt zu hoffen, dass eine Eskalation vermieden und eine friedliche Lösung gefunden werden kann. (eulerpool-AFX)

