Schwere Luftangriffe erschüttern Kiew: Tragische Bilanz und Entwicklungen im Ukraine-Konflikt
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben verheerende russische Luftangriffe mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. Eine Rakete schlug in ein mehrstöckiges Wohngebäude ein und forderte tragischerweise auch das Leben eines sechsjährigen Jungen und seiner Mutter. Die Zahl der verletzten Personen stieg auf 145, darunter befinden sich 14 Kinder, was die höchste Zahl verletzter Minderjähriger in Kiew seit Ausbruch des Krieges darstellt.
Kiew war laut Präsident Wolodymyr Selenskyj das primäre Ziel der russischen Angriffe, doch auch umliegende Regionen wie Dnipropetrowsk, Poltawa, Sumy und Mykolajiw wurden attackiert. Insgesamt setzte Moskau über 300 Drohnen und acht Raketen ein. Selenskyj beschreibt diese Aktionen als Antwort auf den gemeinsamen Wunsch der Ukraine mit Amerika und Europa nach Frieden.
Neben Kiew stand auch die ostukrainische Stadt Kramatorsk unter Beschuss, bei der mindestens eine Person getötet und elf weitere verletzt wurden. Die Sorgen um die herannahende Front nahmen zu, und Bewohner wurden aufgefordert, sicherere Regionen aufzusuchen. Ebenfalls meldete Russland die Eroberung der Kleinstadt Tschassiw Jar, wobei eine ukrainische Bestätigung hierzu bislang aussteht.
Gleichzeitig führten ukrainische Drohnenangriffe in Russland zu einem Brand in einem Industriebetrieb in der Region Pensa. Dieser Vorfall hat laut Gouverneur Oleg Melnitschenko jedoch keine Schäden oder Verletzte verursacht. Ein russischer Telegramkanal berichtet von einem dort ansässigen Elektronik-Unternehmen, das Technik für das Verteidigungsministerium sowie einen Rüstungsbetrieb herstellt.

