Schneckenrennen bei Smart Meter-Einbau: Deutschland in der Zähler-Zwickmühle
Die Einführung intelligenter Stromzähler, auch bekannt als Smart Meter, schreitet in Deutschland nur schleppend voran. Laut den jüngsten Erhebungen der Bundesnetzagentur zeigt sich, dass zum Ende des ersten Quartals lediglich 15,1 Prozent der betroffenen Verbraucher mit den modernen Messgeräten ausgestattet sind.
Dies ist nur ein geringer Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2024, als der Anteil bei 13,9 Prozent lag. Dabei erfordert das Gesetz bis Jahresende eine Einbauquote von 20 Prozent. Die vernetzten Stromzähler sollen Verbraucher befähigen, ihre Energienutzung effizienter zu gestalten, indem sie den Verbrauch in Echtzeit an Anbieter übermitteln und sich an schwankenden Strompreisen orientieren können.
Das betrifft insbesondere Haushalte mit einem Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden, für die der Einbau verpflichtend ist. Obwohl bis 2032 eine 90-prozentige Abdeckung vorgesehen ist, kritisiert der Grünen-Politiker Alaa Alhamwi das "Schneckentempo" der aktuellen Umsetzung. Eine besondere Herausforderung stellt sich bei kleineren Messstellenbetreibern dar, die mit einer Einbauquote von nur 4,6 Prozent deutlich hinter den großen Marktakteuren zurückliegen.
Während die 18 führenden Unternehmen eine durchschnittliche Quote von 20,4 Prozent erreicht haben, besteht für kleinere Anbieter dringender Handlungsbedarf. Alhamwi fordert die Bundesnetzagentur auf, rechtzeitig einzugreifen, sollten einzelne Firmen ihre Pflichten nicht erfüllen.

