Schlagabtausch zwischen Israel und Huthi-Miliz in Sanaa eskaliert
Immer wieder erschüttert der Konflikt zwischen Israel und der Huthi-Miliz die Region um die jemenitische Hauptstadt Sanaa. Jüngst trafen schwere Luftangriffe die Stadt und hinterließen Spuren der Zerstörung, wie Augenzeugen berichten. Die Huthi-Miliz, unterstützt durch den Iran, kontrolliert seit einem Jahrzehnt die Metropole und steht erneut im Fokus internationaler Spannungen. Laut des Gesundheitsministeriums der Huthis wurden bei den aktuellen Angriffen acht Menschen getötet und 142 verletzt.
Die israelische Armee äußerte sich zu den Attacken als gezielte Operation gegen militärische Stützpunkte der Huthi in Sanaa. Offenbar wurden mehrere Militärlager angegriffen, unter anderem Einrichtungen des Huthi-Generalstabs. Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete die Luftschläge als schwerwiegende Reaktion auf kürzliche Drohnenübergriffe, die Israel zuschreibt, aus Jemen gesteuert zu sein. Katz betonte die Entschlossenheit Israels, auf Angriffe deutlich stärker zu reagieren.
Der jüngste Zwischenfall ereignete sich unmittelbar nach einem Drohnenangriff auf die israelische Stadt Eilat, bei dem 20 Personen verletzt wurden. Die Huthi-Miliz beanspruchte dafür die Verantwortung. In Reaktion auf fortdauernde Drohnen- und Raketenangriffe hat Israel in Zusammenarbeit mit den USA in den letzten Jahren immer wieder militärische Aktionen im Jemen durchgeführt. Diese sollen die Huthi-Miliz schwächen, die seit Ausbruch des Gaza-Konflikts verstärkte Angriffe auf israelische Ziele und Handelsschiffe verkündet hat.
In der Vergangenheit hat die israelische Luftwaffe bereits Flughäfen, Häfen und andere strategische Punkte im Jemen anvisiert. Letzten Monat starben bei einem Luftschlag diverse ranghohe Huthi-Vertreter. Die internationale Gemeinschaft sieht diesen fortwährenden Schlagabtausch mit Sorge, da die Region zunehmend destabilisiert wird. Inmitten dieser Spannungen bleibt abzuwarten, wie die Konfliktparteien ihre Strategien anpassen werden.

