Schiffe mit Israel-Bezug im Visier der Huthi-Miliz
Wie die militant-islamistische Huthi-Miliz im Jemen bekannt gab, wird Schiffen aus China und Russland weiterhin die Durchfahrt durch das Rote Meer ermöglicht. Ein Funktionär der vom Iran unterstützten Gruppe erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Durchfahrt für 'alle Nationalitäten sicher' sei, besonders jedoch für russische und chinesische Schiffe, da diese nicht das 'israelische Feindesland' ansteuerten. Jedoch sei die Durchfahrt für Schiffe mit Israel-Bezug oder solche, die Israel ansteuern, 'verboten'.
Seit Beginn des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas hat die Huthi-Miliz wiederholt Frachtschiffe mit angeblicher Verbindung zu Israel im Roten Meer angegriffen. Als Reaktion darauf haben die USA und Großbritannien vergangene Woche zusammen mit ihren Verbündeten einen umfassenden Militärschlag gegen die Huthis durchgeführt. Das US-Militär greift seitdem weiterhin Huthi-Stellungen im Jemen an. Als Vergeltung dafür attackiert die militant-islamistische Gruppe weiterhin Schiffe im Roten Meer. Zuletzt beanspruchte sie einen Angriff auf einen US-Frachter in der Nacht zum Freitag für sich.
China und Russland gelten als wichtige strategische Partner des Iran. Die Huthi-Miliz gehört zur sogenannten 'Achse des Widerstands', einem Netzwerk von Gruppen, das mit Unterstützung Teherans gegen Israel kämpft. Seit der Islamischen Revolution von 1979 gilt der jüdische Staat neben den USA als Erzfeind des Irans.
Nach Aussage des Sprechers zählen zu den Schiffen mit 'Israel-Bezug' neben den kürzlich angegriffenen Huthi-Stellungen auch Schiffe aus den USA und Großbritannien. Sollten sich weitere Länder an den Angriffen gegen die Huthi beteiligen, würden auch deren Schiffe zum Ziel werden. (eulerpool-AFX)

