Sanierungsbedarf bei Freibädern: Finanzierung bleibt weiterhin Herausforderung
Die kommunalen Freibäder in Deutschland stehen angesichts eines erheblichen Sanierungsbedarfs vor bedeutenden Herausforderungen. Laut einer aktuellen Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen gibt fast jeder dritte Badbetreiber an, dass umfassende Sanierungen innerhalb der nächsten fünf Jahre nötig sind, ein Anstieg um drei Prozentpunkte im Vergleich zu 2024.
Kleinere Reparaturen planen 35 Prozent der Befragten, während über ein Viertel der Bäder kürzlich saniert wurde. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Ingbert Liebing, betont die Notwendigkeit der Sanierungen als Grundlage für die langfristige Nutzbarkeit der Bäder. Bei der Finanzierung der anstehenden Sanierungsvorhaben stoßen viele Betreiber jedoch an ihre Grenzen.
Eine überwältigende Mehrheit von 88 Prozent kritisiert die unzureichenden Fördermittel, zudem beklagen 79 Prozent die gestiegenen Baukosten. Auch höhere Zinsen erschweren die Realisierung von Projekten, so Liebing. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte bereits zu Jahresbeginn vor potenziellen Schließungen zahlreicher Bäder, sollte der Investitionsstau nicht behoben werden.
Ein Lichtblick könnte die Ankündigung der neuen Bundesregierung sein, mindestens eine Milliarde Euro für die Modernisierung von Sportstätten bereitzustellen, wovon auch die Bäder profitieren könnten. Liebing sieht dies als positiven Schritt, betont jedoch die Notwendigkeit eines dauerhaften Anstiegs der Förderprogramme.
Zudem warnte die Opposition im Bundestag angesichts geplanter Steuererleichterungen vor möglichen finanziellen Engpässen für Kommunen, die in Folge die Schließung von Schwimmbädern und anderen öffentlichen Einrichtungen nach sich ziehen könnten.

