Salesforce: Überflieger im turbulenten Marktjahr 2024
Salesforce hat das Jahr 2024 mit einem beeindruckenden Kursplus von 27 Prozent abgeschlossen und damit nicht nur die Zuwächse der Zacks-Softwarebranche von 14,7 Prozent übertroffen, sondern auch den S&P 500, der um 24,4 Prozent zulegte. Angesichts dieser Erfolgsserie stellt sich für Anleger die Frage, ob die Aktie ihren Aufwärtstrend auch im Jahr 2025 fortsetzen wird.
Salesforce dominiert weiterhin den Bereich des Kundenbeziehungsmanagements und behauptet sich erfolgreich gegenüber Branchengrößen wie Microsoft, Oracle und SAP. Diese Marktführerschaft wird von Gartner bestätigt und stützt sich auf ein starkes Produktportfolio, eine nahtlose Benutzererfahrung und ein dynamisches Partnernetzwerk. Strategische Akquisitionen, wie der Kauf von Slack im Jahr 2021 für 27,7 Milliarden Dollar, haben diese Position weiter gestärkt. Aktuell festigte der Erwerb von Own Company für 1,9 Milliarden Dollar im Jahr 2024 die Stellung im Bereich der Datensicherheit und -verwaltung, besonders da Unternehmen verstärkt auf künstliche Intelligenz und digitale Transformation setzen.
Salesforce hat durch seinen Vorstoß in die generative KI seine Wachstumskurve neu definiert. Die Einführung von Einstein GPT im März 2023 sowie weitere Innovationen in diesem Bereich haben das Produktangebot erheblich erweitert. Unternehmen erhalten damit Werkzeuge, um Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern, wodurch Salesforce seine Innovationsführerschaft im Technologiesektor behauptet.
Trotz der herausragenden Performance im Jahr 2024 bleibt Salesforce aus Bewertungssicht attraktiv. Mit einem Preis-Gewinn-Verhältnis von 29,84 auf Basis der erwarteten Gewinne für die nächsten 12 Monate liegt der Wert unter dem Branchendurchschnitt von 32,02. Für langfristig orientierte Investoren könnte dies einen interessanten Einstiegspunkt darstellen.
Dennoch steht Salesforce vor kurzfristigen Herausforderungen. Das Umsatzwachstum hat sich in den letzten Quartalen von zweistelligen zu einstelligen Raten verlangsamt, was die zurückhaltenden Ausgaben der Unternehmen angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen widerspiegelt. Analysten erwarten, dass dieser Trend anhält, und prognostizieren mittlere bis hohe einstellige Wachstumsraten für die Geschäftsjahre 2025 und 2026.

