Sachsen zieht an Bayern vorbei: Neue Standortfavorit im Osten Deutschlands
In einer wegweisenden Untersuchung des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW übertrifft Sachsen die einstige Spitzenposition Bayerns als attraktives Unternehmensstandort. Mithilfe der Stiftung Familienunternehmen wurde speziell in den Bereichen "Arbeit und Humankapital", "Finanzierung" und "Infrastruktur" das Potenzial Sachsens betont, während Bayern in der Qualität der Infrastruktur sowie in anderen Teilbereichen schwächelt. Das ZEW analysierte insgesamt 13 Flächenländer und sortierte Bayern nur noch bei "Steuern" auf den Spitzenrang ein, während Sachsen nun stolz an erster Stelle steht.
Niedersachsen gelang die bemerkenswerteste Aufholjagd: Das Bundesland kletterte von Position zehn auf Platz drei. Am Ende der Rangliste finden sich die westdeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, das Saarland und Rheinland-Pfalz wieder. Besondere Aufmerksamkeit fiel auf die kategorial getrennten Stadtstaaten, wobei Berlin vor Hamburg und Bremen gelistet wurde.
Zahlreiche westdeutsche Bundesländer verlieren graduell Rangplätze, dennoch konnten einige ostdeutsche Länder strategisch wichtige Schritte in Richtung einer erfolgreichen Zukunft verzeichnen. Bayern und Baden-Württemberg zeigten jedoch Defizite in der Kinderbetreuung, einer Unterkategorie der "Arbeit und Humankapital", wo sie die letzten Plätze belegten.
Abseits der Hauptstudie heben die ZEW-Forscher Bayerns "Zukunftsorientierung" hervor. Hier brilliert der Freistaat mit hohen Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur. Diese Ergebnisse spiegeln sich freilich nicht in den Ausgaben für soziale oder verwalterische Bereiche wider, wo Rheinland-Pfalz erneut das Schlusslicht bildet.

