Ryanair hebt Passagiererwartungen an und blickt optimistisch in die Zukunft
Ryanair erfreut sich im dritten Quartal einer gesteigerten Reiselust, die sich positiv auf die Prognosen für das Passagierwachstum im laufenden Geschäftsjahr auswirkt. Dank verbesserter Flugzeuglieferungen durch Boeing und einer gestiegenen Nachfrage hebt das Unternehmen seine Erwartungen erneut leicht an. Für das Geschäftsjahr 2025/26, das Ende März endet, prognostiziert Ryanair nun ein Wachstum von vier Prozent auf beinahe 208 Millionen Passagiere, im Vergleich zu den bisherigen Schätzungen von 207 Millionen, wie das Unternehmen am Montag in Dublin bekannt gab. Gleichzeitig erwartet der Billigflieger, dass die Flugpreise um mehr als sieben Prozent ansteigen, was über dem Vorjahresniveau liegt.
Für das laufende Jahr rechnet Ryanair mit einem bereinigten Ergebnis nach Steuern von 2,13 bis 2,23 Milliarden Euro, basierend auf einer "vorsichtigen Schätzung". Bisher hatte die Fluggesellschaft keine konkrete Prognose veröffentlicht, was für Finanzmärkte und Investoren eine willkommene Orientierung bietet.
Ryanair, Europas größter Billigflieger, erzielt erfreuliche Fortschritte bei den Boeing-Lieferungen, nachdem es zuvor bedingt durch die Krise bei dem US-amerikanischen Flugzeugbauer zu Verzögerungen gekommen war. Die Lieferung der letzten vier Max-8-Modelle wird nun bis Februar erwartet, während die Einführung der neuen Max 10, die noch auf ihre Zertifizierung wartet, im Frühjahr 2027 in die Ryanair-Flotte erfolgen soll. Als Reaktion hierauf hebt die Fluggesellschaft ihr Passagierziel für das kommende Geschäftsjahr von 215 auf 216 Millionen an.
Der Umsatz im dritten Quartal, der am Ende Dezember geschlossen wurde, erhöhte sich um neun Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn nach Steuern sank jedoch, unter anderem aufgrund gestiegener Kosten, um 22 Prozent auf 115 Millionen Euro. Eine Rückstellung von 85 Millionen Euro für eine Geldbuße der italienischen Wettbewerbsbehörde ist hierbei nicht berücksichtigt. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn von 90,2 Millionen Euro erwartet.

