Russlands Friedensmission: Putins Vertrauter in Washington
In einem überraschenden diplomatischen Vorstoß hat Kirill Dmitrijew, der Leiter des Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RFDI), als enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin, in Washington Gespräche mit hochrangigen US-Beamten initiiert. Dmitrijew teilte kürzlich über seinen Telegram-Kanal mit, dass Moskau an US-Präsident Donald Trump appelliert habe, eine Teilaufhebung der Sanktionen in Betracht zu ziehen.
Diese Bitte steht im Kontext der von den USA vermittelten Friedensverhandlungen zur Erreichung einer Waffenruhe in der Ukraine. Die Anwesenheit eines russischen Gesandten in Washington wurde von Donald Trump bestätigt, der allerdings Namen und Details nicht preisgab. Aus einem von Dmitrijew verbreiteten Medienbericht geht hervor, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten sind, was bei Trump Unmut hervorgerufen hat. Trump hat bereits mehrfach betont, dass er ein baldiges Ende des Krieges anstrebt.
Wie Dmitrijew erklärte, sei seine Mission von Putin persönlich in Auftrag gegeben worden, um Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit auszuloten. Russland hatte im März die Bereitschaft signalisiert, eine Waffenruhe unter Bedingungen, einschließlich der Aufhebung einiger Sanktionen, in Betracht zu ziehen. Dmitrijew räumte ein, dass die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA ein herausfordernder Prozess sei, der nur schrittweise erfolgen könne.
Als Sondergesandter für wirtschaftliche Zusammenarbeit trat er in Beratungen mit Trumps Vertreter Steve Witkoff. Der Handelswert zwischen den USA und Russland, der 2021 noch bei 35 Milliarden US-Dollar lag, ist durch die Sanktionen, die im Zuge des Ukrainekrieges verhängt wurden, auf lediglich 3,5 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr gesunken.

