Russland kritisiert Nato-Bereitschaft zu Abschüssen
Der Kreml hat die Ankündigung der Nato kritisiert, im Falle einer Luftraumverletzung gar russische Flugzeuge zum Abschuss zu bringen. Dieses Vorgehen bezeichnete Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen als leichtsinnig und unverantwortlich, insbesondere angesichts der potenziell gefährlichen Konsequenzen. Die ohnehin schon gespannte Stimmung in Europa drohe dadurch weiter zu eskalieren, warnte Peskow und stritt erneut ab, dass Russland den estnischen Luftraum verletzt habe. Er sieht es als unbegründete Anschuldigungen des Westens, die die Situation nur verschärfen würden.
Die Nato reagierte auf einen Vorfall, bei dem drei russische MiG-31-Kampfjets vermeintlich estnischen Luftraum verletzt hatten. Auf einen Antrag Estlands hin versammelten sich die Nato-Länder zu einer Sondersitzung in Brüssel. Die Militärallianz warnte dabei Moskau eindringlich vor weiteren Grenzverletzungen und kündigte mögliche Abwehrmaßnahmen an.
Russland und die Nato stehen seit der Invasion in der Ukraine 2022 in einem steten Spannungsfeld, das sich zunehmend verschärft. Weitere Vorwürfe kommen aus anderen Nato-Mitgliedsländern wie Polen, das von Überflügen russischer Drohnen berichtete. Auch hier weist Russland die Verantwortung entschieden zurück.

