Russland intensiviert Luftangriffe auf Ukraine mit Rekordbeteiligung von Drohnen
Die militärische Auseinandersetzung in der Ukraine hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. In einem bislang unerreichten Ausmaß hat Russland in der Nacht die Ukraine sowohl mit Raketen als auch Drohnen attackiert.
Die ukrainische Luftwaffe berichtet von 728 Drohnen des Typs Shahed und dessen Nachbildungen, die in Richtung Ukraine entsandt wurden. Ergänzt wurde dieser Drohnenangriff durch sieben Marschflugkörper des Typs Ch-101, auch als Kodiak bekannt, sowie sechs luftgestützte Hyperschallraketen vom Typ Kinschal. Die Angriffe konnten durch die Luftverteidigung größtenteils abgewehrt werden, inklusive über 700 dieser sogenannten Luftobjekte.
Der vorherige Rekord an nächtlichen Drohnenattacken Russlands lag bei etwas über 500 Objekten. Besonders betroffen war die Region Wolyn im Westen des Landes, die laut Aussagen von Ihor Polischtschuk, dem Bürgermeister der Gebietshauptstadt Luzk, den schwersten Luftangriff seit Beginn des Krieges erlebte. Trotz der Auslösung von Bränden bei einem Unternehmen und in einer Garagensiedlung blieben Todesopfer aus.
Laut Wolyner Militärgouverneur Iwan Rudnyzkyj drangen in seinem Verwaltungsbereich etwa 50 Drohnen und fünf Raketen ein, wobei sich der Hauptschlag auf Luzk konzentrierte. Konkrete Informationen über das Ausmaß der Zerstörungen wurden jedoch nicht mitgeteilt. Die nächtlichen Angriffe waren nicht auf Wolyn beschränkt. Auch in anderen Regionen kam es zu gefährlichen Vorfällen.
In der südlichen Stadt Cherson wurden zwei Personen verletzt, während im Umkreis von Kiew eine Frau infolge von Drohnenbeschuss mit Brustverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Im Kiewer Gebiet führten die Angriffe zusätzlich zu mehreren Bränden.

