Russische Truppen melden Rückeroberung von Sudscha im Raum Kursk
Das Verteidigungsministerium in Moskau hat verkündet, dass seine Streitkräfte die strategisch bedeutende Kleinstadt Sudscha im westrussischen Gebiet Kursk, die seit über sieben Monaten von ukrainischen Truppen gehalten wurde, erfolgreich zurückerobert haben. Neben Sudscha seien auch die Orte Melowoi und Podol wieder unter russische Kontrolle gebracht worden.
In den vergangenen Tagen hatten russische Streitkräfte Fortschritte bei der Rückeroberung der seit August 2024 von ukrainischen Einheiten besetzten Gebiete vermeldet. Die Einnahme von Sudscha durch die Ukraine galt bislang als bedeutender Erfolg des Landes. Trotz dieser russischen Berichte hat die ukrainische Seite den Verlust der Stadt nicht bestätigt.
In einem Bericht des ukrainischen Generalstabs war von erfolgreichen Abwehrmaßnahmen die Rede, und der Morgenbericht aus Kiew erwähnte den Kursker Frontabschnitt nicht. Dennoch hatten sowohl der Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj als auch Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutet, dass im Falle drohender Verluste eine Rückzugsstrategie zum Schutz der eigenen Soldaten erfolgen könnte.
Präsident Selenskyj hatte die Offensive im Gebiet Kursk zuvor als beachtlichen Erfolg in der Auseinandersetzung mit Russland gewertet. Ein Verlust dieser Gebiete wäre für die Ukraine jedoch ein strategischer Rückschlag, da sie diese Flächen als taktischen Vorteil in Verhandlungen mit Russland sehen.
Nach Berichten russischer Medien und Militärunternehmer wehte spätestens am Vortag die russische Flagge über der Stadtverwaltung von Sudscha. Dies wurde als Bestätigung der wiedererlangten Kontrolle Russlands über die Stadt interpretiert. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Mittwochabend im Rahmen seines ersten Besuchs im Kursker Gebiet die vollständige Befreiung der Region angeordnet, und sein Auftreten in Militäruniform deutete auf eine Entschlossenheit hinsichtlich der militärischen Absichten hin.
Die ukrainischen Truppen hatten bei ihrem Vorstoß im vergangenen August über 1.000 Quadratkilometer des Gebiets Kursk erobern können. Seitdem dauern die intensiven Kämpfe um diese Gebiete an, bei denen Russland zeitweise auch Unterstützung durch nordkoreanische Soldaten erhalten hat. Doch zuletzt gerieten die ukrainischen Streitkräfte zunehmend unter Druck und mussten sich aus mehreren Orten zurückziehen.

