Ruhiges Wochenausklang an Europas Börsen mit leichtem Aufwind
Investoren an den europäischen Aktienmärkten haben sich zur Wochenmitte zurückhaltend gezeigt, während sie auf entscheidende wirtschaftliche Signale warteten. Obwohl der EuroStoxx 50, der Barometer für die Eurozone, mit einem moderaten Plus von 0,1 Prozent bei 5.352 Punkten notierte, blieben Marktteilnehmer aufgrund bevorstehender US-Arbeitsmarktzahlen und den damit verbundenen Zinserwartungen vorsichtig. Ökonomen gehen im Durchschnitt von einer Zunahme der Beschäftigtenzahl in den USA um 75.000 im August aus. Eine solche Entwicklung dürfte jedoch die Spekulation auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed kaum dämpfen. Die Erwartung am Markt, dass die Fed im September den Leitzins anpassen wird, bleibt bestehen. Dies geschieht in einem eher moderaten Rahmen, trotz der nachdrücklichen Forderungen von Präsident Donald Trump nach starken Zinssenkungen.
An der Londoner Börse verzeichnete der FTSE 100 einen Anstieg von 0,2 Prozent auf 9.237 Zähler. Ähnlich entwickelte sich der SMI Index in Zürich mit einem Zuwachs von ebenfalls 0,2 Prozent auf 12.408 Punkte.
Unter den Branchen führten die Rohstoffproduzenten mit einem Gewinn von 1,2 Prozent das Feld an. Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA könnte die wirtschaftliche Erholung antreiben und somit die Nachfrage nach Rohstoffen verstärken, so die Überzeugung der Anleger. Im starken Kontrast dazu standen Aktien aus defensiven Bereichen wie Konsum- und Lebensmittelsektor, die weniger gefragt waren. In Paris eroberte STMicro die Pole-Position im Cac 40 mit einem beeindruckenden Zuwachs von 4,9 Prozent. Eine Kaufempfehlung der UBS führte zur Aufwertung und das Potenzial von Innovationen wie dem iPhone 17 gab weiteren Schwung. In London erreichten die Aktien von HSBC einen Zuwachs von 2 Prozent. Besonders bemerkte man die Neubewertung durch das Investmenthaus Exane BNP, das die Titel der Großbank von „Underperform“ auf „Outperform“ heraufstufte und damit zusätzlichen Anreiz bot.

